Genregulation (1)

Es gibt nach Dr. Bauer (UNI Freiburg) 2 Aspekte der Genfunktion.

Signale aktivieren Gene (DNS) in der Zelle 1. Der Text eines Gens (DNS-Sequenz)
Dieser ist ein für allemal festgelegt.
Er enthält ca. 35000 Codes.
Jeder Code steuert ein festgelegtes Protein an.
Proteine wickeln alle Stoffwechselvorgänge ab.
Wer sie kontrolliert, sitzt am "Schalthebel der Macht" (Gehirn).

2. Die Regulation der Genaktivität
Sie unterliegt in hohem Maße situativen Einflüssen und wird überwiegend nicht vererbt.
Sie richtet sich nach den aktuellen Umgebungsbedingungen, hängt ab von der Wahrnehmung (auch Gehirn).

Nach Dr. Bauer gibt es 2 Faktoren, die Gene aktivieren.
a) Entzündungssignale (Cytokine) und
b) psychische Faktoren - biologische Signale

Erläuterung

Sie sind ein Zellsystem von ca. 50 Billionen Einzelzellen.
Jede Einzelzelle ist ein eigenständiges "Lebewesen" mit einer Spezialisierung. Gehirn-, Muskeln-, Blutzellen etc.

In jeder Einzelzelle befindet sich im Zellkern ein DNS-Faden.
Der DNS-Faden beinhaltet die Gene des Menschen (ca. 25000 - 35000).
Gene sind wie Tasten einen Konzertflügels.
Wer die Tasten anschlägt, bestimmt die Musik.

Jede Zelle hat eine Zellmembran mit ca. 10000 Rezeptoren.
Jeder Rezeptor ist für die Herstellung genau eines Proteins der Zelle vor Ort zuständig.
Jede Zelle produziert nur die Proteine, die im zugehörigen Organ gebraucht werden.
Proteine sind die Bausteine des Lebens.
Das perfekte Zusammenspiel aller Zellen ermöglicht Ihr Überleben.

Das Gehirn ist im Zellverband Mensch das zentrale Organ, die Schaltzentrale der Macht.
Es veranlasst je nach Bewertung einer Situation über die "Tasten" (Tasten = Gene) der DNS den Bau von Proteinen und setzt körperliche Vorgänge in Gang.
Vorgänge können stofflicher Natur oder Bewegung sein.

Veranlasst Ihr Gehirn als Folge von eingehenden Signalen aus der Umwelt (sehen, riechen, schmecken, fühlen, sehen) und deren Bewertung im limbischen System das Ausschütten von Botenstoffen, docken Botenstoffe an genau passende Rezeptoren der Zelle vor Ort an.
Das Signal veranlasst mit Hilfe der DNS im Zellkern den Bau vom Gehirn gewünschter Proteine.
Außerdem veranlasst das Signal Bewegung.

Oberstes Ziel des Lebewesens Mensch ist Überleben.
Dazu muss es sich schützen und wachsen.
Auf Wachstum und Schutz sind alle körperlichen Vorgänge ausgerichtet.
Schutz (Überleben) steht in der Priorität über Wachstum.

Kommt das Signal Gefahr, werden Stresshormone gebraucht.
Kommt der Löwe, muss man weg. Sonst droht der Tod.

Das Unterbewusstsein unterscheidet nicht zwischen realer Gefahr (Löwe) oder eingebildeter Gefahr (Bewertung einer aktuellen Situation durch das Gehirn).
Reaktionen sind Dieselben.

Bewertung Glück durch das Gehirn veranlasst die Ausschüttung von Glückshormonen.
Auf diesem Weg entstehen körperliche Vorgänge, Gesundheit oder Krankheit.
Diese Zusammenhänge hat der Zellbiologe B. Lipton in einem Vortrag sehr gut beschrieben.

[zum Video vom Vortrag: B. Lipton - Der Geist ist stärker als die Gene (1 - 16)]

 

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