Gesundheitsfaktoren Ernährung, Bewegung, Schlaf.

Dr. Grossarth-Maticek hat als Ergebnis seiner prospektiven (in die Zukunft gerichteten) Interventionsstudien zu Krebs Gesundheitsfaktoren in ihrer Wichtigkeit aufgeschlüsselt.
Da 95% aller Krebserkrankungen und 98 - 99% aller Krankheiten über die Genregulation entstehen, kann die Tabelle mit Vorbehalt verallgemeinert werden.

Ergebnisse der Heidelberger prospektiven Studie 1973- 1993

[Quelle Tabelle + Text: Helm Stierlin/ Ronald Grossarth Maticek:"Krebsrisiken - Überlebenschancen" - wie Körper, Seele und soziale Umwelt zusammenwirken, Carl-Auer-Systemverlag, S. 188]

Subgruppen mit unterschiedlichen Faktoren Gesundgebliebene bis 1993 in %
1. nur gute erbliche Voraussetzungen
(Vater und Mutter älter als 75 Jahre, gesund)

8,4 %


2. nur gesunde Ernährung

2,8 %

3. nur regelmäßige Bewegung

3,9 %

4. kein Suchtverhalten

2 %

5. nur gute soziale Integration
(soziale Sicherheit und soziale Integration)

3,7 %

6. nur erholsamer Schlaf und regelmäßige Erholung

7,4 %

7.nur gute Selbstregulation

18,4 %

8. keine der oben genannten Faktoren

1 %

9. alle oben genannten Faktoren zusammen

86 %

10. alle Faktoren aber mit schlechter Selbstregulation
(Faktoren 1 bis 6)

19,9 %



Kernfrage der Studien war:
Beeinflussen psychosoziale Faktoren den Krankheitsverlauf bei Krebspatienten?

Zitat Anfang:
Positivfaktoren und Synergieeffekte beim Zustandekommen von Gesundheit bis ins hohe Alter - Die Bedeutung der Selbstregulation ( Handlungskompetenz )

"Die Tabelle zeigt zunächst, dass nur 1 % der Personen ohne Positivfaktoren bis ins hohe Alter gesund blieb( 5 von 516 Personen ).
Wenn nur 1 Faktor vorliegt, erhöht sich die Chance, gesund alt zu werden, zwischen 2- und 18 fach ( Verhältnis der Prozente ).

Eine relativ geringe Bedeutung haben folgende Einzelfaktoren: gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, kein Suchtverhalten und gute soziale Integration.
Eine mittlere Bedeutung haben die Fähigkeit, sich zu erholen und eine gute erbliche Vorraussetzung( wenn beide Elternteile gesund ein hohes Alter erreichten ).
Der weitaus stärkste Einzelfaktor ist eine gute Selbstregulation in dem Sinne, dass die Person noch immer und trotz ungesunder Lebensweise in der Lage ist, Wohlbefinden und Lust zu erreichen.

Wenn alle 7 Positivfaktoren ausgeprägt sind, dann ergibt sich nicht nur eine additive Wirkung( die zu 47,6 % gesundes Altern erwarten ließe, sondern ein hochsignifikanter Synergieeffekt von 86 %.

In der Gruppe, in der nur 6 Positivfaktoren zusammenwirken (ohne gute erbliche Vorraussetzung, weil beide Elternteile vor dem 60. Lebensjahr an einer chronischen Erkrankung verstarben), erreichen noch immer 79 % der Personen ein hohes Alter .."
Zitat Ende

 

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